Steuerliche Forschungsförderung seit 1.1.2020 in Kraft

Shutterstock

Mit Verabschiedung des Forschungszulagengesetzes können Unternehmen jetzt Personalkosten für FuE-Vorhaben oder Pauschalanteile von Auftragsforschung steuerlich geltend machen. Der VDMA hat sich lange für die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung eingesetzt.

Folgende Übersicht nennt die wichtigsten Regelungen in Kürze:

•  Unternehmen aller Größenordnungen sind anspruchsberechtigt (Steuerpflichtige im Sinne des Einkommensteuer- und Körperschaftssteuergesetzes). 

•  Weiter FuE-Begriff: Begünstigte FuE-Vorhaben müssen Grundlagenforschung, Industrieller Forschung, Experimenteller Entwicklung zuzuordnen sein.

•  Bemessungsgrundlage: lohnsteuerpflichtiger Personalaufwand für Personal, das begünstigte FuE-Tätigkeiten ausführt, ergänzt um Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung. 

•  „Deckelung“ der Bemessungsgrundlage: Jährlich bis zu zwei Millionen Euro.

•   Auftragsforschung: Kosten gehen zu 60% in Bemessungsgrundlage ein.

•  Fördersatz: 25%, maximale Fördersumme pro Unternehmen und Jahr beträgt somit 500.000 Euro.

•  Forschungszulage wird nach Ablauf des Wirtschaftsjahres auf Antrag vom zuständigen Finanzamt gewährt.

•  Bescheinigung einer externen „Stelle“ ist bei Antragstellung erforderlich: jedes FuE-Vorhaben wird auf Förderfähigkeit hin überprüft.

•   Keine Kumulierung der Förderprogramme: Aufwendungen für FuE-Projekte, die über das For-schungszulagengesetz gefördert werden, können nicht zusätzlich direkt (z.B. via Projektförde-rung) gefördert werden.

 

Der VDMA hat für seine Mitglieder zur steuerlichen Forschungsförderung eine zentrale Info-Seite unter https://www.vdma.org/v2viewer/-/v2article/render/46902143 eingerichtet.

Dort wird auch auf einen Leitfaden https://steuern.vdma.org/viewer/-/v2article/render/47264571 verlinkt, mit dem man sich systematisch in die Regelungen einarbeiten kann.