Circular Economy und Carbon Footprint - Treiber für Leichtbautechnologien

Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien nimmt auf Jahrestagung ganzheitliche Leichtbaukonzepte zur CO2 Reduktion und Design for Recycling in den Fokus.

Frankfurt, 16. Februar 2021 – Auf der Jahrestagung der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien, die am 12. Februar 2021 stattfand, wurde deutlich: Die Branche setzt sich intensiv mit ganzheitlichen Konzepten des Leichtbaus auseinander und bietet ihren Kunden weltweit maßgeschneiderte Lösungen zur CO2 Reduktion. Besonders im Automobilsektor wächst der Druck aus den Lieferketten, dem Leitbild der klimaneutralen Fertigung gerecht zu werden und dies auch durch Daten belegen zu können. Auch lassen sich bei der Besteuerung nach CO2 Intensität geldwerte Vorteile durch CO2 Einsparung erwirtschaften.


Ökologisches Produktdesign gewinnt an Bedeutung

Neben nachhaltiger Produktion gewinnt die Rezyklierbarkeit von Kunststoffprodukten vor dem Hintergrund der Ressourcenschonung und dem Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft immer größere Bedeutung. Noch stellt es eine material- und verfahrenstechnische Herausforderung dar, die Nutzungsvorteile neuer leichter Materialverbünde mit gutem ökologischen Produktdesign im Sinne der Recyclingfähigkeit zu verbinden. Industrie und Forschung arbeiten gemeinsam an neuen Methoden für das werkstoffliche Recycling hybrider Leichtbauteile, die neben der Verbesserung der Ökobilanz
auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Bei der Neuentwicklung von Leichtbauteilen muss das Design for Recycling den gleichen Stellenwert haben wie Funktionalität und Produktionseffizienz.

Die Betrachtung des Carbon Footprint bekommt für Maschinenbauer immer größere Bedeutung. Der Vorsitzende der VDMA-Arbeitsgemeinschaft, Marc Kirchhoff, TRUMPF, stellt fest: „Neben dem eigenen Produktionsstandort ist es der Grad der Energie- und Ressourceneffizienz der Maschinen und Anlagen, die wir unseren Kunden liefern. Aber auch mit der positiven CO2 Bilanz der auf diesen Maschinen gefertigten Leichtbauprodukte können wir punkten. Die Fokussierung auf Circular Economy und CO2 Footprint eröffnet neue Anwendungsfelder für den hybriden Leichtbau und treibt die Entwicklung – nicht zuletzt die Digitalisierung von Produktionsprozessen – voran!“

Das Erreichen der Ziele zum Klimaschutz und zum nachhaltigeren Umgang mit Rohstoffen leitet weltweit Politik und Gesetzgebung, wenn es darum geht, neue Regelungen für nachhaltiges Wirtschaften zu implementieren. Die Europäische Union strebt im Rahmen des Green Deal bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität an. Um dieses Ziel zu erreichen, plant die EU für dieses Jahr konkrete Maßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel die geplante CO2 Bepreisung oder Quoten zur Rezyklatverwendung um die Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen zu befördern.

Aber nicht nur in Europa spielen Nachhaltigkeitsziele eine Rolle. CO2 Regelungen pro Klimaschutz und der Ausbau erneuerbarer Energien finden sich auch auf der Agenda des bevorstehenden Fünfjahresplans der Kommunistischen Partei in China – einem der wichtigsten Absatzmärkte mit Wachstumspotenzial für Leichtbautechnologien. 

 

Bei Fragen kommen Sie gerne auf uns zu: Dámaso López Ruiz, VDMA-AG Hybride Leichtbau Technologien. Telefon: +49 69 6603-1932, E-Mail: damaso.lopez@vdma.org, Internet: https://lightweight.vdma.org


VDMA Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Mitgliedsunternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus mit gut 1,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 232 Milliarden Euro (2018). Zur Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien zählen rund 200 VDMA-Mitgliedsunternehmen, Anwender und Zulieferer aus wichtigen Abnehmerbranchen des Leichtbaus sowie Forschungsinstitute. Der VDMA bietet Interessenten damit ein Netzwerk für einen werkstoffübergreifenden anwendungsorientierten Austausch und die Entwicklungsförderung zum hybriden Leichtbau.

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